Für Mensch und Natur

Kulturlandschaft Paartal

Wir leben im Paartal, das geprägt ist von einem größtenteils naturbelassenen Flusslauf, einer Reihe von Naturschutz- und Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebieten sowie traditioneller Land- und Forstwirtschaft. Wir beobachten mit Sorge, wie einzelne aus der Landwirtschaft hervorgegangene Unternehmer ihre Gewerbe immer weiter ausbauen ohne Rücksicht auf die Belange der Anwohner und der Natur.

Flächenversiegelung

Wir stellen uns gegen eine weitere Zersiedelung der Landschaft und Versiegelung der Böden – insbesondere an dafür völlig ungeigneten Standorten. Daher lehnen wir einen geplanten Hallenbau zwischen Kühbach und dem Ortsteil Großhausen ab. Der geplante Standort liegt in unmittelbarer Nähe von Wildschutz-, Naturschutz-, Überschwemmungs- und FFH-Gebieten und wird von vielen Menschen zur Naherholung genutzt.

Naherholungsgebiet

Gerade in der jetzigen Pandemiezeit wird vielen Bürgern der Wert einer intakten Natur- und gewachsenen Kulturlandschaft in der Nähe vermehrt bewusst. Wir alle profitieren davon, Rückzugsorte für Mensch und Natur zu erhalten. Am geplanten Standort der Halle kreuzen der Paartal-Radwanderweg und der Baierische „Oxenweg“ einen  romantischen Teil der Paarauen, vorbei an alten Höfen und dem beschaulichen Ortsteil Großhausen. Die Gegend wird von Spaziergängern, Radfahrern und Reitern genutzt. Leider verschwindet immer mehr von dieser gewachsenen Landschaft.

Verkehr

Die Zunahme von Verkehr stellt für viele Gemeindeteile eine immer größer werdende Belastung dar.  Lärm, Zulieferverkehr rund um die Uhr und Schwerlasttransporte, die sich zum Teil durch völlig ungeeignete enge Ortsdurchfahrten zwängen. Mit der Standorterschliessung an der Paar durch den Bau einer „Mehrzweck“-halle und dem zu erwartenden weiteren Ausbau in Zukunft wird der Verkehr an dieser Stelle weiter zunehmen.


Landwirtschaft oder Gewerbe

Die Initiative möchte klarstellen, dass wir uns nicht gegen die Landwirtschaft in unserer Gemeinde stellen. Die Landwirte im Paartal gestalten und prägen diesen Kulturraum seit Jahrhunderten. Uns ist auch bewusst, dass sich die Landwirtschaft heute im Wandel befindet: Aus kleinen Höfen werden Agrarunternehmen.

Gerade deshalb muss aber auch diskutiert werden, inwiefern das damit verbundene Anwachsen von Fuhrparks und Flächennutzung allgemeinverträglich bleibt, und sich nicht zum Nachteil von Anwohnern und Natur entwickelt.

Gewerbliche Tätigkeit gehört in ein Gewerbegebiet, agrarisch genutzte Standorte sollten nur dort ausgebaut werden, wo die Belastung für Natur und Anwohner vertretbar ist. Einen Standort für die geplante Halle im Paartal lehnen wir daher grundsätzlich ab und verweisen auf alternative Standorte,  z.B. das nahe gelegene Gewerbegebiet.

Geplanter Hallenbau

Die Initiative wehrt sich gegen eine als landwirtschaftlich deklarierte sog. „Mehrzweck“-halle mit unklaren Nutzungsabsichten. Diese soll in unmittelbarer Nähe der Paaraue zwischen Kühbach und dem Ortsteil Großhausen mitten auf freiem Feld errichtet werden. Unter dem Vorwand der landwirtschaftlichen Notwendigkeit und Privilegierung werden hier später kaum umkehrbare Tatsachen geschaffen. Der weitere Ausbau ist dann nur eine Frage der Zeit.



Früher…

Schleichend geht eine gewachsene Kulturlandschaft verloren. Majestätisch – wie eine Pforte in die Paarauen – begrüßten hier bis vor wenigen Jahren ein Paar riesiger Pappeln an der Paarbrücke die Vorbeikommenden. Doch die beiden „Wächter des Paartals“ und die alte Brücke mussten weichen für den Ausbau der Infrastruktur und eine neue überdimensionierte Brücke – damit der Schwerlastverkehr leichter durch kommt. Demnächst soll dann die besagte Halle in unmittelbarer Nähe hinzu kommen. Und so schaut’s heute aus…

…und Heute

Wie eine breite Schneise spannt sich die neue (ursprünglich sogar noch breiter geplante) Brücke über die Paar. Böse Zungen behaupten, die Erschliessung dieses Standortes war wohl schon viel länger geplant, und als Vorbereitung hierfür wurden Stück für Stück Tatsachen geschaffen. Die Initiative möchte auf die Umgestaltung unseres Lebensraumes hinweisen und möchte dagegen den Charakter der Landschaft zum Wohle der Natur und der Allgemeinheit erhalten.

Zunehmender Verkehr

In vielen Gemeindeteilen hat die Verkehrszunahme der letzten Jahre ein imer größeres Ausmass angenommen. Das bedeutet

– überhöhte Geschwindigkeit
– Unfälle und tägliche Gefährdung
– Lärm und Ruhestörung die ganze Woche durch
– Schwerlastverkehr durch völlig ungeignete Ortsdurchfahrten









Lebenswert erhalten

Über die Zufahrtstraßen der geplanten Halle führen der Paartal-Radwanderweg und der Baierische Oxenweg. Immer mehr Bürger der Gemeinde und der Region nutzen zu Fuß oder mit dem Rad diese Straße, auch als Zuführung zur überregionalen Spargelroute.

Darüberhinaus wollen wir auch die Lebensqualität in den betroffenen Gemeindeteilen schützen und sie als Wohnorte attraktiv erhalten.

Unterstützen Sie uns. Gemeinsam für ein verträgliches Zusammenleben im Paartal – für Mensch und Natur.

Über dieses Formular können Sie Kontakt zu uns aufnehmen. Wir freuen uns über ihr Feedback, Anregungen oder Unterstützung.

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